Bericht über zweites Treffen mit der Forschungsgruppe "Deutsche Kriegsgefangene aus Tsingtau in japanischen Internierungslagern"

am 23. April 2013 in Marugame

 

Fast auf den Tag ein Jahr nach dem Besuch auf den Spuren von Siegfried und Anna Berliner in Marugame ergab sich die Gelegenheit zu einem neuen Treffen mit der Forschungsgruppe. Vor einem interessierten Teilnehmerkreis aus Mitgliedern der Forschungsgruppe und der Japanisch-Deutschen Gesellschaft Kagawa konnte der Autor mit tatkräftiger Unterstützung im Japanischen durch unseren Freund Kosaka san die Ergebnisse seiner Recherchen über Siegfried Berliner präsentieren.

 

 

Fragen zum bewegten Schicksal des aus Hannover stammenden jüdischen Forscher-Ehepaares wurden diskutiert. Besonders beeindruckend und auch vorbildlich für die deutsche Seite ist mit den Worten des Leiters der Forschungsgruppe Akagaki san die Motivation zur Weiterführung der Forschungsarbeiten: "damit die junge Generation über das Schicksal der Gefangenen erfährt und aus der Geschichte lernt!"

 

Dem Arbeitstreffen vorgeschaltet unternahmen der Autor und Kosaka san noch einen kurzen Ausflug zum "Lager-Tempel Honganji-Betsuin", um eine kleine Ungenauigkeit im Referat des Autors zu überprüfen. Den wachsamen Augen des Leiters der Homepage www.tsingtau.info Herrn Hans-Joachim Schmidt war nämlich aufgefallen, dass die zitierte Tatami-Grösse von 180x50 cm nicht stimmen könnte. Um jeden Zweifel aus dem Weg zu räumen, maß Kosaka san mit einem Metermaß nach und stellte fest, dass zumindest im Honganji-Betsuin Tempel ein Tatami die Maße von 191,5 cm x 95,5 cm hat.

 

 

Ergänzend zum Tempelbesuch sei hier noch erwähnt:

Jährlich findet im Dezember im Tempel ein Konzert in Verbindung mit einem Vortrag über die Kriegsgefangenen statt. Zum Abschluss wird dann von einem Chor ODE AN DIE FREUDE gesungen.

 

Angeregt durch diese japanische Erinnerungskultur wäre es eine Überlegung wert, ob nicht im kommenden Jahr 2014 zur hundertjährigen Wiederkehr des Beginnes des Ersten Weltkrieges ein besonderes Gedenken an die Deutschen Kriegsgefangenen  von den Deutsch-Japanischen Gesellschaften begangen wird.

 

GRUPPENFOTO VOR DEM ABENDESSEN

 

Untere Reihe von links nach rechts:

Tamura, Keizo

Brigitte Rode

Hans Rode

Kosaka, Kiyoyuki

Irie, Toshifumi

 

Obere Reihe von links nach rechts:

Miyamoto, Yoshiyuki

Miyata, Katsunari

Shimada, Norito

Yamashita, Akira

Okawa, Hitoshi

Nishikawa, Yoshinari

Akagaki, Hiroshi

 

 

 

 

 

Autor: Hans K. Rode

 

 

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